Interview mit Koch mein Rezept

Hallo Naschkatzen,
ich bin Katharina oder einfach Kitty vom Blog www.kittycake.de
Ich bin eine leidenschaftliche Fotografin und eine absolute Naschkatze, die gerne süße Kuchen und Törtchen schlemmt.

Wie ist es zu deinem Blog gekommen?

Als meine Kinder noch im Kindergarten waren, habe ich zu zahlreichen Kindergartenveranstaltungen mal süße Kuchen, mal herzhafte Hefeteilchen gebacken. Und jedes mal wurde ich nach Rezepten gefragt. Da kam mir die Idee auf, meine beiden Leidenschaften zu verbinden und meine liebsten Rezepte in einem Buch zusammenzufassen. Gesagt, getan! Und auf einmal hatte ich ganz viele Torten und Kuchen Bilder auf meiner Festplatte. »Die Bilder musst du bei Instagram zeigen…«, bekam ich von meinem Mann zu hören, »und wann führst du endlich einen Blog?« Nun den Teil mit dem Blog hatte ich wieder mal erfolgreich überhört. Aber auf Instagram lasse ich mich mal ein, dachte ich mir. Die ersten Bilder wurden hochgeladen. Dann kamen ein Paar mehr dazu. Ich probierte unterschiedliche Fototechniken aus, und dann kamen vermehrt Anfragen nach Rezepten. Ein Jahr nach dem ersten Bild auf Instagram, meldete ich mein Blog www.kittycake.de an. Tue mich allerdings immer (wieder) noch schwer, meine Rezepte zu verbloggen, weil ich eine Nach-Gefühl-Köchin bzw. Bäckerin bin.

Welche Länderküchen haben deine eigene Küche beeinflusst?

Meine Küche ist sehr vielseitig, so wie ich es bin. Ich wurde sehr stark durch meine Kindheit geprägt. Denn aufgewachsen bin ich in Nordkasachsten zu Sowjetunions Zeiten. Und da konnte ich kulinarisch das Beste aus zahlreichen Kulturen schöpfen. Zu meinen schönsten (kulinarischen) Kindheitserinnerungen gehören z.B. altdeutscher Strudel und »Snezki« (Eiweißschnee gekocht in Vanillemilch und serviert auf Vanillesoße); kasachischer Beschbarmak; russischer Borschtsch; ukrainische Vareniki; koreanischer He-Salat und viele andere Spezialitäten. Hinzu kommt, dass bei uns in der Familie sehr viel saisonal gekocht und eingekocht wurde – im Sommer hauptsächlich mit frischem Gemüse, im Herbst etwas deftiger und an den Feiertagen pompös und vielseitig.

Was ist dir in deiner Küche wichtig?

In meiner Küche als Raum ist mir wichtig, dass keiner meine (Un-) Ordnung neu strukturiert. Auch wenn es für mich mehr Arbeit bedeutet, möchte ich nicht, dass meine Küchenutensilien an Orte verlegt werden, die den Anderen zwar logisch erscheinen, ich die jedoch suchen muss. Ist es Pedantismus? Na ja, wahrscheinlich in gewisser Hinsicht muss ich diese Frage bejahen.
Was die Küche im Sinne von Kochkunst betrifft, da ist es mir wichtig, dass ich alles frisch zubereite. Ist irgendwie so ein kleiner Tick von mir – ich muss alles frisch vom Herd servieren. Das versuche ich allerdings in letzter Zeit zu ändern und mir die MealPrep-Strategien anzueignen. So dass ich nicht bis zuletzt in der Küche stehe, wenn die Gäste bereits da sind.

Bei dir findet man bunt gemischte Rezepte – was bereitest du am liebsten in deiner Küche zu?

Ich experimentiere sehr gerne in meiner Küche. Und tatsächlich arbeite ich am Liebsten mit dem Teig. Ich werde nicht müde zu erzählen, dass Backen für mich etwas Magisches an sich hat. Die Wissenschaftler würden bestimmt alles auf chemische Reaktionen herunterbrechen, die unter Einfluss von Hitze stattfinden. Ich behaupte jedoch, dass eine große Prise Liebe das Gebackene erst zu dem macht, was wir dann genüsslich schlemmen und eine süße Sünde nennen. Und die Vielfalt an Teigen ist breit gefächert und für jeden Geschmack findet man etwas.

Welches ist dein liebstes Küchengerät?

In meiner Küche wird tatsächlich mein Backofen mehrmals die Woche angestellt. Ob würzige Blätterteigschnecken, aromatische Pizza, knuspriges Hähnchen mit Rosmarinkartoffeln oder schokoladige Tortenböden – mein Backofen schafft es alles. Das ist wohl (neben dem notwendigen Kühlschrank) mein liebstes Küchengerät.

Chaot oder alles schön geordnet: Wie geht es in deiner Küche zu?

Wenn man es von außen her betrachtet, dann würden wahrscheinlich viele sagen, dass ich ein Chaot bin. Ok, so ganz unrecht hätten sie nicht. Allerdings folge ich meinem Plan, der für die anderen leider nicht sichtbar ist, da er lediglich in meinem Kopf aufgestellt wurde und sich immer wieder verändert. 🙂 Wenn ich in die Küche gehe, dann koche und backe ich mehrere Gerichte gleichzeitig. Da schnippel ich unterschiedliches Gemüse und währenddessen werden die Eier für den Kuchen aufgeschlagen. Zwischendurch setze ich Reis auf und nippe an meinem (mittlerweile) kalten Kaffee. Dann verbrenne ich mich beim Aufmachen des Topfes leicht an dem Dampf, halte kurz meinen Arm unter das laufende Wasser und fange an den Tisch zu decken. Also so in etwa geht es bei mir in der Küche zu.

Welches Rezept aus deinem Blog kochst oder backst du am liebsten?

Ich habe erst neulich Medovik veröffentlicht. Das ist eins unserer liebsten Familientorten. Oft backe ich den aber leider nicht, da es sehr zeitaufwendig ist. Auch der Käsekuchen ist eins unserer Lieblinge, den ich immer wieder leicht abwandle, um neue Geschmackserlebnisse zu kreieren. Die neueste Abwandlung kam ganz zufällig zustande und wird in den nächsten Tagen verbloggt, da sie geschmacklich und optisch uns sehr überzeugt hat.

5 kurze Fakten über dich und deinen Blog

  1. Ich muss beim Kochen andauernd meine Hände waschen.
  2. Ich würze immer nach Gefühl und salze nur mit der Hand.
  3. Ich bin ein Frankreich Fan. Ich liebe diese singende Sprache, wilde Atlantikküste und französische Patisserie.
  4. Ich reise sehr gerne, getreu dem Motto der Weg ist das Ziel. Auf meinen Reisen probiere ich sehr gerne regionale Küche.
  5. Ich richte sehr gerne Feierlichkeiten aus mit einem vielfältigen Buffet.

Vielen Dank für das Interview an Nadine.

Wollt ihr noch was überm ich erfahren? Immer her damit!

Bis bald, eure Kitty