Rotkraut

Ich bin hellauf begeistert. Nie wieder Gläser oder Tiefkühlrotkraut! Ich hab es gerockt und es schmeckt himmlisch. Ja-ja, Selbstlob, ich weiß, aber es muss einfach gesagt werden: der Rotkraut ist Mega aromatisch und saftig, zart und etwas knackig zugleich.

Zubereitung

Die Zubereitung war viel einfacher als gedacht und das Ergebnis übertraf meine Erwartungen.

  1. Zunächst habe ich Schmalz im Morsoe Topf aufgelöst und gab gewürfelte Zwiebeln hinein. Während sie anfingen schön zu brutzeln, kamen 3 EL Zucker dazu, so dass die Zwiebeln karamellisiert wurden.
  2. Als nächstes kam in den Topf  das feingeschnittene Rotkraut hinein und es wurde alles schön durchmengt, Deckel drauf und ca. 3-5 Min. schmoren lassen.
  3. In der Zwischenzeit bereitete ich mein »Würzpaket« vor: eine kleine Zwiebel gespickt mit 10 Nelken, eine Zimtstange, 3 Lorbeerblätter.
  4. Ich sag es euch, so einfach habe ich mir das nicht vorgestellt. Deckel auf: Gewürze, Kräuteressig 5%, Apfelkompott, Preiselbeeren und Wasser rein, etwas salzen, umrühren, Deckel wieder drauf und bei mittlerer Hitze ca. 30 Min. schmorenlassen. Zunächst wollte ich immer wieder umrühren, habe allerdings schnell festgestellt, dass es nicht von Nöten war. Nach 30 Min. habe ich noch etwas Heidelbeerwein dazu gegeben und weitere 10 Min. schmoren lassen. Über Nacht ziehen lassen und voilà fertig ist unser aromatischer und vollmundiger Weihnachtsfestklassiker. Und kommt mir ja nicht mehr mit dem TK-Zeug!

Nun zu Proportionen:

Wir benötigen

  • einen ca. 1,5 kg schwerer Rotkrautkopf (vom Strunk befreien und klein schneiden)
  • 1 mittlere Zwiebel (würfeln)
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 1-2 Esslöffel Schmalz
  • 400 g Apfelkompott (ersatzweise Apfelmuss oder ca. 2 Äpfel (geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten))
  • 1 kleine Zwiebel
  • 10 Nelken
  • 1 Zimtstange
  • 3 Lorbeerblätter
  • Ca. 600 ml Wasser
  • 200 g Preiselbeeren
  • 100 ml Kräuteressig (5%)
  • 200 ml Heidelbeerwein
  • Salz

Tipp:

Mein Rotkraut ist sehr fruchtig geworden. Ich denke, wenn man statt dem süßen und fruchtigen Heidelbeerwein (oder Kirschwein) einen trockenen Rotwein benutzt, bekommt man ganz andere Geschmackserlebnisse. Probiert es aus!

Lust aus deftigen Strudel nach einem altdeutschen Rezept? Schau mal hier.